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Filmpreise

Golden Globes für «Nomadland» und «Borat»-Fortsetzung

Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderieren die Zeremonie von getrennten Bühnen aus NBC/AP/dpa
Tina Fey kommt zur Verleihung der Golden Globe Awards. Sie moderiert die Show von New York aus. Cindy Ord/NBC/ZUMA Wire/dpa
Amy Poehler moderiert die Show von Beverly Hills aus. Todd Williamson/NBC/ZUMA Wire/dpa
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Beverly Hills/New York (dpa). Die Golden Globes sind zum 78. Mal verliehen worden. Zu den Gewinnern gehören «Nomadland» und «Borat Subsequent Moviefilm». Die Deutsche Helena Zengel ging leer aus.

Das Road-Movie «Nomadland» von
Regisseurin Chloé Zhao hat den Golden Globe als bestes Filmdrama
gewonnen. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zum
Montag bekannt. Zhao holte auch die Regie-Trophäe, erst als zweite Frau in der langen Geschichte der Golden Globes.

In der Komödien-Sparte siegte die bissige Satire «Borat Subsequent Moviefilm» mit dem britischen Komiker Sacha Baron Cohen, der auch den Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie erhielt. Wie schon 2006 war der Brite durch die USA gereist, kam mit Menschen ins Gespräch und verwickelte sie in mitunter komische oder auch entlarvende Situationen. Sein erster «Borat»-Auftritt hatte ihm ebenfalls die Trophäe eingebracht.

Die zwölfjährige Deutsche Helena Zengel ging bei der Verleihung leer aus. Sie war in der Sparte «Beste Nebendarstellerin» für den Western «Neues aus der Welt» nominiert gewesen. Die Schülerin hatte die Preisvergabe in einer Live-Schalte aus Berlin mitverfolgt. Die Trophäe ging an Jodie Foster (58) für ihre Nebenrolle in dem Polit-Thriller «The Mauritanian».

Die Golden Globes, nach den Oscars Hollywoods wichtigste Filmpreise, wurden in Beverly Hills und New York zum 78. Mal vergeben. Wegen der Corona-Pandemie lief die Gala diesmal weitgehend virtuell ab, die Nominierten wurden von Standorten in aller Welt zugeschaltet. Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderierten die Zeremonie von getrennten Bühnen in Kalifornien und New York aus.

US-Schauspielerin und Sängerin Andra Day (36), die in «The United States vs. Billie Holiday» die Jazz-Sängerin Billie Holiday verkörpert, wurde zur besten Drama-Darstellerin gekürt. In der Männerriege wurde Chadwick Boseman posthum für seine letzte Rolle in dem Jazz-Drama «Ma Rainey’s Black Bottom» ausgezeichnet. Boseman war im vergangenen August im Alter von 43 Jahren an Krebs gestorben.

In der Kategorie «Bester nicht-englischsprachiger Film» gewann das Familiendrama «Minari» von US-Regisseur Lee Isaac Chung (42), der darin seine eigenen Erfahrungen als Kind koreanischer Einwanderer im ländlichen US-Staat Arkansas einbringt. Mit «Minari», hauptsächlich in koreanischer Sprache gedreht, waren unter anderem Filme aus Italien, Frankreich und Dänemark im Rennen.

Über die Auszeichnungen des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernsehkategorien entscheiden nur knapp 90 internationale Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten. Bei den Oscars stimmen über 9000 Filmschaffende ab. Die Academy Awards sollen Ende April vergeben.

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