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Grüne fordern besseren Schutz von Seegraswiesen

Steffi Lemke (Bündnis90/Die Grünen). Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild
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In diesem Beitrag: Vielfältige Funktionen im Ökosystem Meer Erholung der Seegraswiesen in der Ostsee
Berlin/Rostock (dpa). Die Grünen haben einen besseren Schutz von Seegraswiesen in der Nord- und Ostsee gefordert. «Sie gehören zu den sogenannten Super-Ökosystemen: Sie sind ein artenreicher Lebensraum und speichern klimaschädliches CO2», sagte die naturschutzpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, Steffi Lemke, zum Welttag der Feuchtgebiete am Dienstag.

Mit einem neuen Programm aus dem Energie- und Klimafonds sollten die Teile der Natur geschützt beziehungsweise wiederhergestellt werden, die als Kohlenstoff- und Wasserspeicher unersetzlich sind.

Vielfältige Funktionen im Ökosystem Meer

Seegraswiesen erfüllten vielfältige Funktionen im Ökosystem Meer. «Eine Seegraswiese von einem Hektar kann dieselbe Menge an CO2 speichern wie zehn Hektar Wald», betonte Lemke. Sie leisten so einen Beitrag zur Reduktion der Gewässerbelastungen und sind wichtiges Nahrungsmittel für zahlreiche Arten sowie Lebens- und Laichgebiet.

Erholung der Seegraswiesen in der Ostsee

Nach zuvor starken Rückgängen erholten sich die Seegraswiesen im deutschen Wattenmeer seit den 1990er Jahren leicht, sagte Lemke. In der Ostsee sei seit den 1960er Jahren wegen der hohen Nährstoffbelastung ein starker Rückgang zu verzeichnen gewesen. Allerdings sei auch in der Ostsee eine Erholung zu beobachten.

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